Blog: Woche 11 – Noch 7 Tage …
Mein Wettkampfcountdown hat begonnen. Ich fiebere dem Tag X mit Freude und Spannung, aber auch ein bisschen Bauchkribbeln entgegen. Ich freue mich auf den Start, auf die vielen Gleichgesinnten, auf die Zuschauer entlang der Strecke und die ausgelassene Stimmung im Ziel.

Die Frage aller Fragen vor dem Wettkampf: Ist mein Lieblingsshirt gewaschen?
Ich gehe meine Wettkampfroutine durch: Am Abend davor die Ausrüstung vorbereiten, wie immer in der richtigen Reihenfolge. Von oben nach unten: Unterwäsche, Shirt, Hose, Socken, Chipband, Startnummernband, Uhr, Windjacke, Kappe, Schuhe, Taschentücher, Gels. So kann ich nichts vergessen und bin schon beim Losfahren mit allem gerüstet, was ich brauche. Die anderen lachen immer über mich, weil ich in lauffertiger Montur im Auto sitze. Sollten wir aber zu spät sein oder ich meinen Rucksack irgendwo vergessen, habe ich alles notwendige für meinen Lauf am Körper. Dieses Wissen gibt mir enorme Sicherheit, egal wie zwänglich es aussieht.
Die Kiste für den Kopf
Meine mentale Trickkiste ist gut ausgestattet: Am Start verwandle ich mich in meinen Baum und bleibe ganz auf mich fokussiert. Beim Startschuss laufe ich konzentriert los, meine Atmung und Schrittfrequenz sind meine Anker, um nicht zu schnell zu werden. Während dem Laufen bringen mein Zielfilm und meine positiven Selbstgespräche die nötige Motivation.
Wenn ich eine Blase bekomme, einen Durchhänger habe oder mir übel wird, lenke ich mich mit Konzentrationswechsel ab: Konzentration nach innen, d.h. auf meine Atmung, meine Körperhaltung und meine Anspannung, wenn ich auf mein Tempo achte. Konzentration nach außen, um mich von unangenehmen Empfindungen abzulenken. Je unangenehmer es wird, umso genauer konzentriere ich mich auf ein Außendetail: den Läufer vor mir, Zuschauer mit gelben Jacken, Bäume mit ersten bunten Blättern. Jedes kleine Detail trägt zur Ablenkung bei.
Fanpool und Wetterfee
Schließlich fehlen für einen perfekten Lauf nur noch meine Fans. Meine erfahrene Lauf-Family wird wie immer dabei sein. Sie sorgt für eine reibungslose Anreise und viel Motivation auf den letzten Kilometern. Somit kann ja nichts schief gehen. Nur noch eine Bitte an die liebe Wetterfee: Ganz egal, welches Wetter du aussuchst, aber bitte verzichte auf den lästigen Gegenwind!
Persönlicher Tipp: Gehe deinen Wettkampftag gedanklich in allen Einzelheiten durch und bereite dich ganz gezielt darauf vor:
- Was wirst du am Abend davor tun?
- Welche Ausrüstung brauchst du?
- Ist dein Lieblings-Shirt gewaschen?
- Was wirst du frühstücken?
- Wie gestaltest du die Anreise?
- Wer wird dich unterstützen?
Mach dir nochmals deine körperlichen und mentalen Stärken für deinen Lauf bewusst. Die strukturierte Vorbereitung und deine mentale Trickkiste geben dir Sicherheit. Akzeptiere die restliche Nervosität als positive Anspannung und Vorfreude auf den Lauf! Wir sehen uns im Ziel!
Fortsetzung folgt ...
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