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15.06.09 von Alice Hemmer
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Royal Raid: Adrenalinkick pur

Der Royal Raid Mountain Run auf Mauritius ist ein gewaltiger Erlebnislauf. Gewaltig in allen Belangen: nicht nur von der Atmosphäre her, auch von der Herausforderung für Körper und Kopf. Ein Abenteuerbericht in zwei Teilen.
 
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Royal Raid: beeindruckende Kulisse für ein ordentliches Runner's High. 


Mit der Startnummer 445 stehe ich frühmorgens um 6:30 Uhr umringt von 400 Mitstreitern im National Georges Black River Park auf einem Berg in der Südwesthälfte von Mauritius und warte auf den Sonnenaufgang. Um 4:30 Uhr hat heute der Wecker geklingelt, es gab ein kleines Frühstück und um 5:30 Uhr fuhr beim Athletenhotel Tamassa der Bus ab, der uns innerhalb einer knappen halben Stunde auf die 600 m hoch gelegene Jet Ranch, eine größere Hütte, in der man auch übernachten kann, gebracht hat.

Erster Wettkampf meines Lebens
Es ist noch dunkel, als die Menschen in das Gebäude strömen, und es spielt eine typische mauritische Singa-Band. Junge Athleten, Seniorenläufer, Männer und Frauen, hauptsächlich aus La Reunion und Mauritius wuseln geschäftig herum. Ich suche den Tisch für meine Anmeldung. Nach einem kurzen Check von Name, Nummer, geeignetem Schuhwerk und den vorgeschriebenen zwei Wasserflaschen bin ich offiziell registriert. Hier und heute beginnt um Punkt 7 Uhr der Royal Raid, der erste Wettkampflauf meines Lebens. Auf mich warten 35 km Berglauf auf einem mir völlig unbekannten Terrain – und ehrlich gesagt habe ich zu diesem Zeitpunkt keine Ahnung, worauf ich mich eingelassen habe.

Die harten Fakten: Der Royal Raid findet jährlich über zwei Distanzen statt. 80 km oder 35 km sind auf einer festgelegten Strecke in möglichst kurzer Zeit zu bewältigen. Beide Wege führen durch Naturreservate, die eigens für den Royal Raid geöffnet werden, wobei die 35 km über 2.200 Höhenmeter auch die Schlussstrecke des 80-km-Bewerbes bilden. Zielpunkt ist wieder das Hotel, in dem der Großteil der Läufer untergebracht ist.

Kurz vorm Start stehen wir alle auf dem Gelände der Jet Ranch und beobachten einen großartigen Sonnenaufgang. Mir ist nicht nach Einlaufen. Zum einen bin ich noch zu müde und zum anderen habe ich auf den 35 km genug Zeit zum Warmwerden – und warm wird mir auf Mauritius sowieso. Langsam regt sich etwas unter den Teilnehmern, man geht in Position. Nur ein Band trennt uns noch von unserem Weg.

Start, Petrin Macchabee, 600 m, KM 0
Punkt sieben Uhr geht es los. Ich stehe sehr weit hinten, gehe alles langsam an und trabe eine Bergstraße runter, um dann sofort auf einen matschigen Waldweg abzubiegen. Links von mir Wald, rechts ein Zaun, der Untergrund schon aufgeweicht, schließlich sind vor mir schon fast 400 Personen auf dieselbe Stelle getreten.

Irgendwann hört der Matschweg auf und der Untergrund wird fester. Bin ich die letzte? Ein zaghafter Blick nach hinten. Sehr gut, da sind noch ein paar Menschen hinter mir. Auch wenn ich ein absoluter Anfänger bin, möchte ich doch nicht von Anfang das Schlusslicht bilden, schließlich habe ich mich auf das Rennen vorbereitet.

Die beeindruckende Umgebung lässt auf den Griff zur Trinkflasche vergessen. Ein fataler Fehler? Weiter auf Seite 2 

Royal Raid 2009

Mit der Startnummer 445 stehe...

Punkt sieben Uhr geht es los....

Ich versuche mich an die neue...

 
 
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