Schneeberg: Mensch besiegt Maschine
Zum 13. Mal hieß es am Samstag "Mensch gegen Maschine" beim Schneeberglauf. Die 113 Jahre alte Dampf-Lok musste sich heuer zwar geschlagen geben, mit Gesamtrang sechs zog sie sich aber achtbar aus der Affäre.

Mehr als 500 Teilnehmer nahmen den Kampf gegen die alte Dampflok an.
Herrliches Wetter, optimale Lauftemperaturen und der gute Ruf, den sich der Schneeberglauf erarbeitet hat, lockten mehr als 500 Teilnehmer nach Puchberg am Schneeberg. Und wie jedes Jahr stand die Frage im Raum: Wer macht das Rennen - Mensch oder Maschine? Wer ist heuer schneller am Hochschneeberg? Die Bergläufer oder die alte Dampflok?
Pole siegt vor zwei Österreichern
Es sollte der Mensch sein, der diesmal die Oberhand behielt. Mit der Startnummer 13 siegte der Pole Andrzej Dlugosz bei der 13. Auflage des Schneeberglaufs in 55:09 vor den beiden Österreichern Alois Redl (57:05) und Helmut Schmuck (57:41).
Bei den Damen dominierte wie erwartet die zweifache Berglaufweltmeisterin Andrea Mayr. Mit 1:01:36 Stunden blieb sie zwar hinter ihrem eigenen Streckenrekord aus dem Vorjahr (58:21), gewann die Damenwertung aber überlegen und lief als Gesamt-Achte ins Ziel. „Die letzten Kilometer haben es wirklich in sich“, zeigte sich die Siegerin im Ziel von der anspruchsvollen Strecke (10 km/1200 Höhenmeter) beeindruckt. Die Plätze zwei und drei belegten Irmi Kubicka und die Polin Izabela Zatorska.
113 Jahre alt und kein bisschen müde
Die wahre Gewinnerin der Damenwertung war allerdings eine andere – die 113-jährige Zahnradbahn, Lok Nr. 5, geführt von Gerhard Zenz, beheizt von Franz Schanner. Letzterer schwitzt bei jeder Bergfahrt vermutlich gleich viel wie die Läufer, immerhin muss er „seine 5er“ mit ca. 600 kg Kohlen pro Bergfahrt füttern. Sie wurde mit einer Zeit von 1:02:09 Stunden Gesamtsechste und musste sich somit nur fünf Läufern geschlagen geben. Bisher hat die Bahn insgesamt 4 Mal gewonnen – gegenüber den mittlerweile 9 Siegen der Menschen .
Unter den Top 10 der europäischen Bergläufe
„Es freut mich, dass jährlich mehr und mehr Läufer zu uns nach Puchberg kommen. Mittlerweile dürfen wir stolz darauf sein, die siebentgrößte Berglauf-Veranstaltung Europas auszutragen“, ist Cheforganisator Gerhard Panzenböck vom Erfolg begeistert. Für alle, die jetzt Berglauf-Luft geschnuppert haben, bietet der Schneeberg optimale Trainingsbedingungen: Rauf laufen – runter mit dem „Salamander“ (der dieselbetriebenen modernen Variante der Schneebergbahn) mit dem Läufer-Sonderticket um nur 5,- Euro. Infos unter www.schneebergbahn.at und www.schneeberglauf.at.
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Seit ihrem 100-jährigen Jubiläum 1997 kämpft die Zahnradbahn alljährlich ein Mal gegen einige hunde...