Souveräner Sieg mit Rekord
Die Gewinnerin des 22. Österreichischen dm Frauenlaufs heißt Jelena Prokopcuka. Die favorisierte Lettin triumphierte vor Benita Johnson und Krisztina Papp. Insgesamt 18.141 Frauen waren im Prater am Start.


Jelena Prokopcuka wurde ihrer Favoritenrolle gerecht.
Prokopcuka war als eine der heißesten Siegeskandidatinnen ins Rennen gegangen. Die zweifache Gewinnerin des New York City Marathon setzte sich bei angenehmen Lauftemperaturen frühzeitig von der Konkurrenz ab und lag im Ziel mit einer Zeit von 15:29,4 Sekunden mehr als sechs Sekunden unter dem bisherigen Streckenrekord (2006) der Ungarin Krisztina Papp, die hinter Australiens Crosslauf-Weltmeisterin Benita Johnson diesmal als Dritte ins Ziel lief.
Jungtalent Wenth schnellste Österreicherin
Österreichs aussichtsreichster Elitebeitrag Jennifer Wenth lieferte die erhofft starke Leistung, die 17-Jährige landete als beste heimische Athletin mit einer persönlichen Bestzeit von 16:52,9 auf Gesamt-Rang sechs. Wenth zählt hierzulande zu den größten Lauftalenten seit vielen Jahren.
Verdoppelung in fünf Jahren
Die Bilanz der Veranstalter Ilse Dippmann und Andreas Schnabl fiel rundum positiv aus. "Insgesamt waren es 18.141 Frauen und Mädchen aus 70 Nationen, die heute auf der Prater Hauptallee mitgelaufen sind – knapp 2.000 mehr als im Vorjahr. Das bedeutet nicht nur neuen Teilnehmerinnenrekord, sondern auch eine Verdoppelung der Teilnehmerinnen in nur fünf Jahren." Fast ein Viertel aller Starterinnen war jünger als 18 Jahre.
Von den 18.141 Frauen absolvierten 14.632 die 5-km-Strecke (12.464 Läuferinnen und 2.168 Nordic Walkerinnen) und 3.509 Frauen die 10-km-Strecke. An den Kinderläufen am Tag zuvor nahmen rund 1.100 Kids teil.
Stimmen:
Jelena Prokopcuka (1.): "Ich hab nicht ganz daran geglaubt. Aber ich habe es geschafft und bin sehr glücklich. Als ich mich beim Start umgedreht habe und die vielen Frauen sah, habe ich zusätzliche Energie bekommen."
Benita Johnson (2.): "Jelena war heute zu gut für uns, ich bin aber trotzdem zufrieden und würde gern wieder nach Wien zum Laufen kommen. Es ist schön zu sehen, wie viele Frauen durch Sport ihr Leben ändern wollen."
Jennifer Wenth (6.): "Ich habe versucht mitzulaufen, aber das Tempo vorne war viel zu schnell für mich. Die Stimmung bei der Veranstaltung hat meine Erwartungen übertroffen."
Isle Dippmann und Andreas Schnabl (Veranstalter): "Es war heute perfekt wie noch nie zuvor. Auch das positive Feedback von allen Seiten ist groß."
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