Die Philosophie des Frauenlaufs
1986 lernte ich in New York die Frauenlauf-Idee erstmals kennen und war begeistert. Laufen kann für Mädchen und Frauen ein großer Schritt zu mehr Selbstachtung, einem gesteigertem Selbstwertgefühl und einem gesünderen aktiven Leben sein.

Mit Kathrine Switzer (r.) verbindet Ilse Dippmann seit Jahren eine enge Freundschaft.
Man muss sich einmal vorstellen, dass die Frauen erst 1984 den Marathon als olympische Disziplin laufen durften, damals in Los Angeles. Da steckte der Frauenlauf also wirklich noch in den Kinderschuhen. Heute wäre eine Situation wie jene, in der Kathrine Switzer als Läuferin vom Veranstalter aus dem ansonsten reinen Männerfeld des Boston-Marathons 1967 gestoßen wird, kaum mehr vorstellbar.
Pionierin Kathrine Switzer
Es ist also gar nicht so lange her, dass es Frauen tatsächlich untersagt war, an Marathons teilzunehmen! Kathrine Switzer organisierte in New York den weltweit ersten Frauenlauf – sie wurde damit zur Frauenlauf-Pionierin und mein Vorbild.
Ein Jahr nach meinem Marathondebüt fasste ich dann schließlich den Entschluss, einen Frauenlauf in Österreich zu veranstalten. Viele Leute belächelten mich zunächst. Der 1. Österreichische Frauenlauf fand schließlich 1988 statt.
Die Nr. 2 in Österreich, zweitgrößter Frauenlauf Kontinentaleuropas
Was damals mit ca. 200 Teilnehmerinnen begann, ist heute die zweitgrößte Laufveranstaltung Österreichs! 2008 nahmen 16.144 Frauen und Mädchen teil, seit 2010 haben wir deutlich mehr als 20.000 Läuferinnen dabei – damit sind wir als treibende Kraft in der heimischen Laufszene nicht mehr wegzudenken. Und auch international sorgen wir seit vielen Jahren für Aufsehen: Unsere Veranstaltung ist zum zweitgrößten Frauenlauf Kontinentaleuropas gewachsen.
Österr. Frauenlauf
Für die "Sache der Frau" etwas zu tun ist für mich auch nach so vielen Jahren immer noch Motivation...
Coach - Frauen
Ich hatte früher wenig für Sport übrig. Ich war starke Raucherin und statt Laufschuhen waren High H...