Blog: Mein schönster Halbmarathon
Gleich vorweg: Ich habe mein Ziel, die 21 km in der Wachau unter 1:50 Stunden zu schaffen, nicht erreicht. Ganze sechs Minuten war ich zu langsam. Aber dabei wieder einmal richtigen Laufgenuss zu spüren war, das mein größter Erfolg.
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Mit einem befreienden Lächeln auf dem Zielfoto von ichlaufe.org
Eigentlich war ich in der Früh ganz guter Dinge, aber schon auf den ersten Kilometern habe ich gemerkt, dass heute nichts geht. Vielleicht war es das Frühstück, wo ich dieses Mal weniger als sonst gegessen habe. Vielleicht war es der Ärger über die Kompressionssocken, die schon beim Einlaufen runter gerutscht sind. Vielleicht waren es aber auch zu wenig Intervalleinheiten im Training.
Stimmung nie am Nullpunkt
Ganz egal warum, es wurde mein schönster Halbmarathon. Spätestens bei Kilometer 7 wusste ich, dass ich meine Zeit nicht mehr aufholen könnte. Interessanterweise war daraufhin aber meine Stimmung nicht am Nullpunkt, sondern mein ganzer Druck löste sich. Ich hatte richtig Spaß am Laufen.
Genuss der Atmosphäre und ein Minimalziel
Ich bemühte mich weiterhin ein gutes Tempo zu halten, sodass ich zumindest nicht über eine Zeit von zwei Stunden käme. Dabei konnte ich die tolle Stimmung zwischen den Läufern und den Zuschauern genießen. Ich nahm die ganze Strecke war. Die Sonne. Das Lüftchen herüber von der Donau. Die winkenden Ausflügler auf dem Schiff. Normalerweise bin ich so auf mich selbst konzentriert, dass ich am Ende kaum eine Ahnung habe, was auf der Strecke los war.
Anflug von Selbstmitleid schnell verfolgen
Das Allerschönste waren die letzten 3 Kilometer in Krems. Zugegeben kam mir hier kurz der Gedanke, dass ich dieses Mal nicht einmal meine Bestzeit unterbieten würde. Somit war auch die letzte große Anstrengung unnötig . Der Anflug von Selbstmitleid war aber aufgrund der tollen Stimmung der Zuschauer schnell verflogen. Zwischen den Läufern machte sich langsam Erleichterung breit, dass wir es gleich geschafft hätten. Am Schluss sprintete ich wie bei jedem Lauf mit einem Lächeln über die Ziellinie.
Danke an alle Fans und meinen Laufbegleiter!
Ich bedanke mich bei meinen Fans, die mich auf der Strecke angefeuert haben. Und natürlich besonders bei meinem Pacemaker, der mich die ganze Strecke über motiviert hat, sodass gar kein Ärger über meinen eigentlichen Misserfolg aufkam. Wieder einmal einen richtigen Laufgenuss zu spüren, das war heute mein größter Erfolg …
Ende der Blog-Serie
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